Vertikal oder quer — wann welches Bildformat greift
Nicht jedes Thema verdient denselben Bildausschnitt. Ein Blick auf Kaufentscheidung, Sound und Scrollverhalten im Videomarketing.
Im Videomarketing entscheidet das Bildformat oft früher als der Schnitt. Vertikal eignet sich, wenn die Hand das Gerät hält und der Blick nur kurz verweilt. Quer bleibt stark, wenn Kontext, Produktfläche oder mehrere Personen im Bild sein müssen.
Drei Fragen vor dem Dreh
- Wo liegt die Hauptausspielung? Feed und Stories belohnen Vertikal. Website-Hero und Messe-Loop oft Quer.
- Wie viel Information braucht der erste Blick? Dichte Produktshots mit Beschriftung leiden unter schmalen Seitenrändern.
- Gibt es Ton? Viele vertikale Clips starten stumm. Text und Gestik müssen die Aussage tragen.
Ein praktisches Muster
Für ein Möbelhaus in der Region haben wir Produktneuheiten vertikal für den Feed gedreht und parallel eine 45-sekündige Querversion für die Website gebaut — gleiche Szene, anderer Ausschnitt. Die Querfassung zeigte die Raumwirkung; die vertikale Fassung den Griff und die Stoffstruktur.
Was wir weglassen
Trendmusik, die in drei Monaten peinlich wirkt, und Formate, die nur existieren, weil ein Netzwerk sie gerade belohnt. Reichweite ohne tragfähiges Format verpufft, sobald der Algorithmus wechselt.